um was es geht.
um marketing, kommunikation und das unternehmen schenker storen.
was bedeutet das überhaupt?
um zu verstehen, was «marketing» oder «kommunikation» überhaupt bedeutet, kann man auf zwei definitionen zurückgreifen – die akademische oder die reele. beide sind gleichwertig und beide sind auf ihre eigene weise relevant.
an dieser stelle möchte ich auf die reele bedeutung zurückgreifen: es ist das, was die meisten leute verstehen, wenn ich die begriffe «marketing» und «kommunikation» benutze, um etwas zu beschreiben.
in der praxis werden «marketing» und «kommunikation» meistens als in sich geschlossene bereiche verstanden, die einen selbstzweck erfüllen. wenn ich beispielsweise davon spreche «kommunikation» für ein unternehmen zu machen und dabei die kanäle «website, social media und digitale anzeigen» erwähne, stellen sich die meisten menschen dabei in erster linie eine rein kommunikative arbeit vor.
das bedeutet: ich überlege mir wahrscheinlich, wie eine «gute» website aussehen könnte, pflege die website-inhalte auf die «richtige» art und weise (wie man sowas halt eben «richtig» macht), schreibe ein paar texte, die aus einer «professionellen kommunikations-und-text-perspektive» okay sind. und online-anzeigen werden in erster linie als eine rein kreative aufgabe verstanden, die halt etwas technische plattform-kenntnisse und ein paar lustige marketing-theorien erfordert. aka: sich text ausdenken, kreatives bild ausdenken, es in die entsprechende anzeigen-plattform einpflegen. fertig.
viele unternehmen und organisationen handhaben diese bereiche nach wie vor nach diesem verständnis.
und? funktioniert das?
nein. das sind dann meistens diejenigen, die immer darüber motzen, dass sie seit auch angela merkel verstanden hat, dass das internet nicht mehr neuland ist, irgendwie marketingtechnisch nicht so richtig auf den grünen zweig kommen.
meistens merken sie es allerings erst dann, wenn der umsatz kippt und sie das problem nicht finden. schliesslich haben ihre kampagnen und kommunikationsmassnahmen jahrelang ja superschön ausgesehen.
spoiler: kommunikation und marketing muss nicht nur schön aussehen. es muss in erster linie auch funktionieren.
was funktioniert denn stattdessen?
was stattdessen funktioniert: marketing und kommunikation, die nicht fachlich, sondern bereichsübergreifend gedacht werden.
wenn sich kommunikation mit kommunikation und marketing mit marketing beschäftigt, dann beschäftigt sich der bereich kommunikation mit dem thema kommunikation in zusammenhang mit dem gesamten unternehmen, seinen zielen und der übergreifenden unternehmensstrategie.
das bedeutet: wir hören auf in massnahmen und kanälen zu denken und fangen dort an, wo es wirklich bedeutung hat – beim unternehmen, seinen zielen und ressourcen.
was bedeutet das nun in bezug auf schenker storen?
in bezug auf schenker storen bedeutet das folgendes:
das unternehmen aus schönenwerd im kanton solothurn ist ein etabliertes und schweizweit tätiges unternehmen mit einer langjährigen geschichte. sie sind sehr gefragt, wenn es um storen und rollläden geht und man findet ihre produkte eigentlich in jeder nachbarschaft irgendwo, wenn man sich nur mal darauf achtet. meistens hängen sie dort ausserdem schon seit einer ganzen weile rum, da storen und rolläden viele jahrzehnte überleben und manchmal sogar so alt sind wie das haus selbst.
den allergrössten teil ihres umsatz macht schenker storen also über diejenigen personen, die darüber entscheiden, welches sonnenschutzprodukt in einem neuen haus verbaut wird: die architekten.
diese sind allerdings eine stark umworbene zielgruppe: alle storenhersteller in der schweiz wollen an die rund 15’000 architekten rankommen (ich habe die zahl nicht genau nachgeprüft, also hängt mich nicht darauf auf, falls es mehr sein sollten) und sie davon überzeugen, dass sie doch bitteschön ihre storenmarke bei zukünftigen bauprojekten verbauen sollten.
die meisten von diesen architekten (war zumindest früher so, vielleicht hat sich das inzwischen geändert, bin da nicht so up to date) haben allerdings überhaupt keinen bock über storen nachzudenken. die entscheidung, welche storen oder rolläden sie verbauen werden, treffen sie meistens irgendwann am ende des projekts so nebenbei und haben echt wichtigere dinge zu entscheiden.
während «kommunikation» oder «öffentlichkeitsarbeit» sich nun also damit auseinandersetzen würde, wie man die storenprodukte oder technischen innovationen von schenker storen möglichst «attraktiv» und «korrekt» (aus der perspektive der verschiedenen kommunikationstheorien) den architekten in der schweiz sichtbar machen und kommunizieren kann, setzt sich der bereich kommunikation damit auseinander, wie man die vorhandenen ressourcen des unternehmens im bereich kommunikation optimal nutzt, um die unternehmensziele zu erreichen. ob mit den architekten oder ohne (in diesem fall: mit, aber nicht nur).
es geht nicht nur darum, zu kommunizieren, zu schreiben oder irgendwelche kommunikationskanäle «richtig» und «professionell» zu pflegen, sondern zu entscheiden, wie man als unternehmen handeln kann, um das beste aus den eigenen möglichkeiten in diesem bereich rauszuholen.
und wie macht man das?
dafür muss man sich zuerst viele strategische überlegungen machen und darauf basierend eine vernetzte kommunikationsstrategie aufzubauen, die individuell auf das unternehmen, seine möglichkeiten und ziele zugeschnitten ist.
anschliessend muss das ganze geplant (strukturen, prozesse, organisationsform) und – erst dann! – kreativ durchdacht und mit dem besten marketing- und kommunikationswissen umgesetzt werden.
besonders wichtig: die mitarbeitenden des unternehmens. sie sind nicht nur für die umsetzung, sondern auch für die strategie besonders entscheidend. meistens sind es nämlich sie, die am produkt arbeiten und am nächsten an der realität dran sind, die eine menge an wissen darüber mitbringen, wo die grössten chancen und risiken liegen.
sie wissen, was die kunden sagen, was sie stört, welche abläufe nicht ideal sind oder welche ungenutzten möglichkeiten sich irgendwo zwischen den abteilungen verstecken. idealerweise identifizieren sie sich zudem mit der strategie und tragen selbst dazu bei, dass sie erfolgreich umgesetzt werden kann.
ohne diese einbindung der gesamten organisation funktioniert das ganze zwar, besonders erfolgsversprechend ist das allerdings nur in seltenen fällen.
der aufbau von einer guten kommunikationssrtategie ist also auch unweigerlich mit dem thema unternehmensentwicklung, ressourcenmanagement, networking und change management verbunden.
hast du ein beispiel?
im fall von schenker storen bedeutet das ergebnis einer solchen bereichsorientierte kommunikationsstrategie zum beispiel, dass man sich als kernstrategie dazu entscheidet, die architekten nicht nur als berufsgruppe abholen, wo man hoher konkurrenz ausgesetzt ist, sondern als privatpersonen. um seine unternehmensziele zu erreichen geht man dorthin, wo man die einzige relevante stimme sein kann.
das bedeutet: man nutzt die tatsache, dass kein anderes storenunternehmen bisher das zugegeben sehr langweilige thema storen & sonnenschutz kommunikativ auf eine attraktive art und weise bespielt, die es auch zugänglich und spannend für die normale bevölkerung macht.
eine starke, allen bekannten marke hat nicht nur einen psychologischen einfluss auf die finalen entscheidungen der architekten, sondern ermöglicht auch weitere möglichkeiten. wenn das ganze zu einem öffentlichen thema wird, kann es zum beispiel gut möglich sein, dass zukünftig hausbesitzer selbst einen entsprechenden einfluss ausüben und bei der auftragsvergabe selbst storen von schenker storen fordern.
wusstet ihr zum beispiel, dass ein herkömmlicher einbrecher jede storre innerhalb von wenigen sekunden problemlos durchbrechen und ins haus gelangen kann? und dass schenker storen eine spezielles anti-einbruchsstore entwickelt hat?
sag ich doch.
ein starker kommunikationskanal (zb. ein website-blog oder social media) mit viel reichweite bedeutet zudem auch die möglichkeit, als unternehmen den informationsfluss zu diesem thema zu steuern und viele menschen zu erreichen. damit kann man langfristi auch neue geschäftsmöglichkeiten gleich selbst erschaffen:
wenn man genügend sichtbarkeit hat, kann man seine stimme als unternehmen zum beispiel nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig moderne, automatisch gesteuerte storen gegen hohen energieverbrauch und heizungskosten im winter sind. stichwort: klimaschutz und nachhaltiges bauen. damit können das thema umrüstung und rennovationen zum öffentlichen thema gemacht werden und neue dienstleistungen erschlossen werden.
ebenfalls ein thema: employee branding. das bedeutet so viel wie markenbildung durch die mitarbeitenden des unternehmens selbst. dies ist besonders relevant, wenn das unternehmen auf neue fachkräfte angewiesen ist und deshalb menschen für jobs für sich gewinnen muss, dient aber auch gleichzeitig als wichtige ergänzung zum vorherigen konzept:
die ganze strategie wirkt glaubhafter, wenn nicht nur ein unternehmen dahintersteht, sondern auch personen, die tatsächlich dort arbeiten und freiwllig bei all den massnahmen mitwirken. wir glauben menschen, nicht marken.
schlussfolgerung.
marketing und kommunikation sind gut. wirklich etwas bringen tun sie allerding erst dann, wenn man anfängt bereichsübergreifend zu denken – weg vom fach, hin zur integrierten, zielorientierten kommunikation.
gutes marketing oder gute kommunikation erkennt man daran, dass sie dem unternehmen gewinn bringen. und nicht gewinn kosten.

