gedanken.

  • erkenntnis des tages: mit wölfen verhandelt man nicht. 

  • ich glaube, das Schöne am Glauben an den Kapitalismus ist, dass er uns nie in jene kindliche Hilflosigkeit zurückfallen lässt, aus der wir einst gekommen sind. und das Hässliche an der Realität ist, dass sie uns diese internalisierte Kontrollüberzeugung wieder nimmt.

    Also bauen wir uns erneut panisch Träume aus Scherben und buchen Lebensziele im Katalog, als ob die nächste innere Pauschalreise uns endlich vor uns selbst retten würde.

    Aber das tut sie nicht. Vielleicht müssen wir gar nicht weiterreisen. vielleicht müssen wir endlich mal bleiben.

  • dinge, die ich früher gerne über selbstbewusstsein gewusst hätte:

    selbstbewusstsein besteht nicht daraus, dir bei allem, was du tust, sicher zu sein. oder dich nie von anderen runterziehen zu lassen. oder stark zu sein. und alles im griff zu haben.

    selbstbewusst ist man dann, wenn man keine angst vor den eigenen gedanken, gefühlen, ideen und empfindungen hat. es besteht aus selbstakzeptanz. aus integrität. daraus, bedingungslos zu dir selbst zu stehen.

    selbstbewusstsein ist nichts was man wird. selbstbewusstsein ist authentizität.

  • spiele lieber ungewöhnlich.

  • wieso müssen wir eigentlich immer wissen, was wir wollen? und wieso ist das eigentlich überhaupt erstrebenswert? ist ambivalenz nicht das eigentlich schöne am leben? es nicht genau zu wissen, zu erforschen, zu entdecken?

    ich glaube, wir haben als gesellschaft so viel zeit mit der suche nach «träumen» und «zielen» verbracht, dass wir vergessen haben uns zu fragen, ob das ganze überhaupt sinnvoll ist. vielleicht brauchen wir nicht noch mehr fülle. vielleicht brauchen wir mal mut zur lücke.

  • vernunft ist auch nur schlechte erfahrung.